Medienkompetenz für Kinder & Jugendliche

Bonner Polizei berät in Schulen zum sicheren Umgang mit Smartphone und Computer

Das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Smartphones und Computern ist groß. Schon die Eltern von Grundschulkindern sehen sich vielfach mit dem Wunsch der Kids nach einem Smartphone oder nach „Computerspielzeit“ konfrontiert. Mit Eintritt in die weiterführende Schule besitzen viele Kinder dann selbst ein Smartphone und nutzen regelmäßig Zuhause den Computer.

Wichtig ist es, die Kinder und Jugendlichen auf den Umgang mit diesen Medien gut vorzubereiten, denn das Nutzen des Internets und das Chatten über Messengerdienste kann auch Risiken bergen und unangenehme Situationen bis hin zu schwerwiegenden Folgen mit sich bringen.

Die Bonner Polizei setzt daher mit ihrem Angebot an Schulveranstaltungen zur Medienkompetenz und Cybersicherheit früh an. Im Zusammenwirken mit den Grundschulen führt das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz Informationsveranstaltungen für Lehrerkollegien und Elternabende für die Erziehungsberechtigten von Dritt- und Viertklässlern zu dieser Thematik durch. Dabei geben die Präventionsspezialisten unter anderem Hinweise zur Einrichtung eines Grundschutzes an den Smartphones und Computern der Kinder. Sie weisen auf aktuelle Gefahren hin und zeigen auf, wie wichtig der Schutz der persönlichen Daten im Netz ist. Zudem informieren sie die Eltern auch über deren Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der Mediennutzung ihrer Kinder.

Im Bereich der weiterführenden Schulen erfolgt dann eine direkte Zusammenarbeit der Polizei mit den Kindern und Jugendlichen. Eingebettet in entsprechende Schulprojekte zum Thema Medienkompetenz kommen die Präventionsspezialisten der Polizei in der Regel in die Klassen ab der Jahrgangsstufe 7. In Unterrichtgesprächen vermitteln sie den Schülerinnen und Schülern Informationen zur sicheren Nutzung des Internets, der Messengerdienste und sozialen Netzwerke. Sie warnen vor den Risiken beim Chatten durch „Sexting“, „Sextortion“, „Cybergrooming“ oder „Hatespeech“, geben den Kindern und Jugendlichen wichtige Tipps, wie man sich hiervor schützen kann und beantworten deren Fragen. Insbesondere über die Phänomenologie von Cybermobbing, den damit einhergehenden psychischen Folgen und möglichen straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen, aber auch über die Kenntnis von Handlungsmöglichkeiten und Hilfsangeboten bis hin zur Förderung einer digitalen Zivilcourage wird in diesem Zusammenhang gesprochen. 

Zudem wird den Schülerinnen und Schülern erklärt, wie sie ihre persönlichen Daten schützen können und wie wichtig die Beachtung von Urheberrechten beim Download von Musik oder Filmen ist.

Unter  https://www.polizeifürdich.de bietet die Polizei Informationen zum Thema Sicherheit speziell für Kinder und Jugendliche an.