1. CSR positioniert sich als paneuropäischer MGA/Assekuradeur mit Fokus auf Nischen- und komplexe Risikolösungen. Welche Merkmale unterscheiden CSR dabei von klassischen Versicherern, und wie profitieren Kunden sowie Versicherungsmakler davon?
Wir handeln unsere Deckungskonzepte immer mit sehr bekannten, A-gerateten Erstversicherern aus. Damit gewährleisten wir sowohl internationale Erfahrung als auch die individuelle Expertise dieser Partner. Die Konzepte gehen viel stärker auf individuelle Bedürfnisse von Kunden ein, als die standardisierten Produkte klassischer Versicherer. Das ist der große Vorteil eines Assekuradeurs. Und wir sind schneller gerade bei spezifischen Konzepten.
2. Ihr Produktportfolio deckt eine breite Palette von Spezial- und Rückversicherungsrisiken ab. Wie identifizieren Sie potenzielle Nischenrisiken, und welche Kriterien entscheiden, ob ein neues Produkt entwickelt wird?
Wir verfügen über einen sehr guten Marktüberblick. Insbesondere im Austausch mit unseren Vertriebspartnern entwickeln wir unsere Deckungskonzepte. Und wir sehen natürlich auch die diversen internationalen Lösungen, die wir dann in unser Angebot integrieren. Entscheidungsmerkmal für uns ist immer der Bedarf von Kunden bzw. deren Maklern. Häufig entwickelt sich ein Konzept auch aus einer spezifischen Anfrage eines Maklers, der über eine bestimmte Anzahl an Kunden verfügt, die den gleichen Bedarf haben, aber am Markt keine adäquate Lösung bekommen.
3. In Deutschland bieten Sie seit kurzem eine Cyber-Versicherung für Mittelstand und Einzelunternehmer an. Wie adressieren Sie dort die typischen Präventionslücken, und welche Rolle spielen Partnerschaften (Cluster, Präventionsprojekte) für Ihre Versicherbarkeit?
In der Regel arbeiten wir mit Maklern zusammen, die bereits Cyber aktiv anbieten. Die typischen Präventionslücken sind hier häufig bekannt, wir adressieren diese aber immer wieder in diversen Veranstaltungen mit unseren Vertriebspartnern. Weiterhin sind wir sehr aktiv mit Netzwerkanbietern und IT-Dienstleistern verbunden und klären in deren Kundenveranstaltungen zu Prävention aber eben auch Möglichkeiten zu Versicherungsschutz auf. Gerade Prävention im Sinne von Awareness-Trainings, einer Update-Strategie und organisatorischen Maßnahmen z.B. einem 4-Augen-Prinzip bei Bankdatenänderungen sind wichtige Hinweise. Denn die Erfüllung dieser Präventionsthemen sind u.a. Voraussetzung, um Versicherungsschutz gewähren zu können.
4. CSR ist international tätig und erweitert kontinuierlich Präsenz und Portfolio. Wie sehen Ihre Wachstumsstrategie, Prioritäten bei geografischer Expansion und Ansätze zur Zusammenarbeit mit Erstversicherern aus?
Wir konzentrieren uns insbesondere auf den Ausbau des deutschsprachigen Marktes. Hier gibt es gerade für Kunden aus dem Klein- und Mittelstand noch viel Nachholbedarf an Versicherungsschutz. Das ist nicht nur bei Cyberschutz so, sondern auch z.B. bei der Managerhaftpflicht D&O. Da die oben angesprochenen Präventionen immer mehr im Alltag präsent sind, fragen unsere Kunden Versicherungsschutz vermehrt direkt an.
Dazu sind wir weiter an Kooperationen mit der IT-Industrie interessiert und engagieren uns in vielen Formaten rund um Cyber und Financial Lines, um im Fall der Fälle die Existenz und den Fortbetrieb unserer Kunden finanziell sicherstellen zu können. So wollen wir kontinuierlich organisch wachsen; der Markt ist groß und noch lange nicht verteilt.
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