cyber security tech summit europe 2019

Rückblick auf unser Flagship-Event

Der offizelle Rückblick auf den Cyber Security Tech Summit Europe 2019 im Video
Weitere Eindrücke des Summits mit Stimmen der Vorstandsmitglieder sowie von Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Am 13. und 14. März fand im World Congress Center Bonn (WCCB) das Flagship-Event des Cyber Security Cluster Bonn statt: Der Cyber Security Tech Summit Europe 2019. Über 1760 Experten und Enthusiasten der Cyber Security diskutierten innovative Ideen und Lösungen der digitalen Sicherheit.

Mit Lasershow und Tanzchoreografie wurde das CSTSE 2019 eröffnet und der Vorstand des Cyber Security Clusters Bonn (CSCB) vorgestellt. Dirk Backofen – Host des Summits , Leiter der Telekom Security und Vorstandsvorsitzender des CSCB begrüßte die Teilnehmer und stellte die Ziele des Clusters sowie den Wise Council vor, den vom Cluster gegründeten Cyber-Weisenrat, bestehend aus wissenschaftlichen Spezialisten der Datensicherheit.

Nach einer Videobotschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, ging es mit den Keynotes weiter. Unter der Moderation von Birte Karalus haben Speaker wie Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom AG, und Adel A-Saleh, CEO von T-Systems, die wachsende Bedrohung im Schatten der IT-Welt und das Ausmaß deren Konsequenzen verdeutlicht: Über 50 Mrd. € Schaden entstanden in Deutschland allein durch Cyber Kriminalität.
Deshalb hat auch Achim Berg, Präsident von BITKOM, betont, dass die Zusammenarbeit der Schlüssel für eine sichere Zukunft der Digitalisierung ist und mehr in Security investiert werden muss.

Bei seiner Keynote rief Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherhei t in der Informationstechnik (BSI) auf, dass Deutschland ein starkes und kompetentes Netzwerk brauche, um der Gesellschaft die Sicherheit bieten zu können, die sie braucht: Mit dem Qualitätssiegel „Informationssicherheit Made in Germany“.

Keren Elazari zeigte in Ihrer Keynote, dass man auch von Hackern lernen kann. Die Autorin und Security-Expertin betonte, dass Security Professionals die Verantwortung tragen, die User zu autonomisieren und zur Front Line der Cyber Defense zu entwickeln, statt sie nur zu schützen. Um dies umzusetzen, solle mit „friendly hackers“ zusammengearbeitet werden. Auch Vizepräsident der Global Cyber Security Sales von Cisco, John Maynard, teilte sein Know-How, wie man sich effektiv schützt: Durch intensive Automatisierung der Threat Response und den richtigen Einsatz von Machine Learning.

Die ethischen Fragen über Künstliche Intelligenz wurde nicht nur in der Diskussion von Dr. Orna Berry, bekannt als First Lady des Israelischen High-Techs, und Manuela Mackert, Leiterin der Group Compliance der Deutschen Telekom, aufgegriffen, sondern auch in der „Digital Ethics Conference“, die parallel stattfand. Persönliche Verantwortung und vorausschauende Regelungen spielten hier eine entscheidende Rolle, unterstrich Frau Dr. Orna Berry.

Bei den anschließenden Breakout-Sessions stellten die Partner aufregende Lösungsansätze rund um Cyber Security vor und die Teilnehmer hatten während des gesamten Summits die Möglichkeit, sich bei den Ausstellungen zu informieren und auszutauschen. Die Mitglieder des Cyber Security Clusters kamen bei einem Get-Together zusammen und tauschten sich über anstehende Clusteraktivitäten und -entwicklungen aus. 

NRW Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart warnte davor, dass man die Chancen der Digitalisierung für Bürger und Unternehmen partizipativ nutzbar gestalten muss: Indem Cyber-Spezialisten eingesetzt werden und Kooperation groß geschrieben wird. Für die Bundeswehr bedeutet die Digitalisierung ebenfalls Anpassungen und Entwicklungen in den Prozessen und Organisationen, so Ludwig Leinhos, Leiter des Cyber- und Informationsraums (Kommando CIR) der Bundeswehr.

Dirk Backofen stellte das Cyber Defence und Security Operating Center (SOC) der Telekom vor. Es ist das größte Europas und auf höchstem technischen Niveau. Aber es gehe in erster Linie nicht um Technik, sondern wie Technik eingesetzt und das Wissen weitergegeben werde. Auch in der Keynote von Stefan Herrlich, Geschäftsführer von Lancom, wurde gezeigt, wie wichtig eine agile Netzwerkstruktur für die Arbeitsabläufe und deshalb ein zuverlässiger Schutz hierfür essentiell ist. Abschließend stellten Prof. Dr. Peter Martini und Dr. Elmar Padilla vom Fraunhofer FKIE dar, welche Rolle Cyber Security bei der Energieversorgung spielt.

Der zweite Tag des Summits fing mit einem spannenden Vortrag von Ehud Schneorson, ehemaligem Kommandant der Units 8200 Israel, an. Er stellt heraus, dass es klarer Voraussetzungen für den effektiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz bedürfe – und dazu zählten insbesondere menschliche Faktoren und Erfahrungen.

Der Leiter von T-Systems Portfoliounit Digital Solutions, Peter Lorenz, empfohl End-to-End Security als Lösungsansatz aufgrund der zunehmenden Komplexität der Systeme und der daraus wachsenden Sicherheitsbedürfnisse.

Als Rechtsanwalt betont Axel Petri, dass es Mut und Vertrauen sowie klare transnationale Regulierungen für eine erfolgreiche Digitalisierung benötige. Das schwächste Glied im System bestimme die Sicherheit des Systems, deshalb sei das Zusammenwirken ausschlaggebend.

Passend dazu wird bei der Podiumsdiskussion zwischen John van Leeuwen von Vodafone, André Beltz von Telefonica und Tomas Tschersich von T- Systems der Wettbewerb zwischen den Anbietern in den Hintergrund gestellt, denn: Im Thema Sicherheit müsse man gegen den gemeinsamen Feind und Angreifer kooperieren.

Nach den zahlreichen und spannenden Breakout-Sessions wurde der nächste Vortrag im Plenum von John Kelly, CEO Graphika, gehalte. Er erklärte in  einer Keynote, wie Disinformationen auf Social Media verbreitet werden, wie man diese erkennt und dagegen vorgeht.

Roger Halbheer, Chief Security Advisor von Microsoft, sieht in der Cloud die Lösung, um Produktivität optimal mit Security zu vereinen. Weitere spannende Gedanken kamen von Dirk Woywod, CTO Verimi: „Eine digitale Gesellschaft benötigt eine digitale Identität“, aber auch hier darf die Datensicherheit nicht zu kurz kommen. Er erklärte wie Verimi eine sichere Authentifizierung sicherstellt.

Zum Abschluss des Summits bedankte sich Dirk Backofen in einem Wrap Up bei allen Teilnehmern, Partnern (Cisco, IBM Security, Symantec, Check Point, Microsoft, Netscout Arbor, CyberArk, F5 Network, Qualys, Rohde & Schwarz Cybersecurity, Datakom, Zscaler, Palo Alto Networks, Wandera, Gigamon, Imperva, McAfee, Sec Consult, Axxessio, Lancom, Fireeye, Fortinet, NCP, Trend Micro, Genua, Exabeam, Anomali, BSI, die Stadt Bonn, Fraunhofer FKIE) und den Organisationsteams , die diesen Summit erfolgreich gemacht haben. 

Gemeinsam freuen wir uns bereits auf das Cyber Security Tech Summit Europe 2020.