DIGITALBAROMETER 2019: Jeder VIERTE WAR BEREITS OPFER VON CYBER-KRIMINALITÄT

Jeder Vierte war bereits Opfer von Cyberkriminalität, so das Ergebnis einer Bürgerbefragung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention des Bundes und der Länder (ProPK).

Die häufigsten Cyberstraftaten, denen Privatanwender zum Opfer fielen, sind laut Studie: Betrug beim Onlineshopping, Phishing und Angriffe mit Schadsoftware.

Im Rahmen eines am 09.09.2019 veröffentlichten Digitalbarometers 2019 hatten BSI und Polizei hinterfragt, welchen Stellenwert die Sicherheit im Netz bei Privatanwendern einnimmt. Zudem wurde erhoben, inwieweit sich User vor Cyberangriffen schützen und wie sie sich über Schwachstellen und Risiken informieren.

Das Digitalbarometer zeigt: Der Großteil der Befragten (80 Prozent) macht sich Sorgen um die eigene Sicherheit im Internet. Allerdings informiert sich nur jeder Dritte regelmäßig über Internetsicherheit.

Auch wenn ein generelles Gefahrenbewusstsein vorhanden ist, ergreifen nur wenige Internetnutzer wirksame Schutzmaßnahmen wie etwa die sofortige Installation von Updates oder die Verschlüsselung Ihrer E-Mails – so offenbart die Umfrage. Schutzmaßnahmen wie Antivirenprogramme und sichere Passwörter sind unter den Privatanwendern zwar verbreitet, werden aber längst nicht umfassend genutzt.

Vorsichtig sind viele der Befragten nach eigenen Angaben beim Onlinebanking und dem Onlineshopping. Angreifbarer, weil deutlich weniger vorsichtig, sind Privatanwender hingegen ganz besonders bei der Nutzung sozialer Medien, dem Download von Apps und Dateien und dem Gebrauch internetfähiger Geräte in ihren eigenen vier Wänden.

Interessant auch: Jüngere User wurden häufig mehrfach Opfer von Cyberkriminalität. Denn: Während fast die Hälfte der 60-66 jährigen User die Cyber-Sicherheitsempfehlungen sofort umsetzt, tut dies nur jeder Vierte unter den jungen Internetanwendern in der Altersgruppe 16 bis 29.

Ziel der Aufklärungsarbeit von BSI und Polizei ist es, bei allen relevanten Zielgruppen ein Problembewusstsein für Cyber-Kriminalität zu erzeugen. Die Ergebnisse des Digitalbarometers 2019, so betonten Polizei und BSI, werden in ihre Präventionsarbeit einfließen.

Schon jetzt bietet das BSI auf seiner Website www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Home/home_node.html umfangreiches Informationsmaterial zum Schutz für Privatanwender.

Weiterführende Informationen zum Grundschutz gibt der Sicherheitskompass unter
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sicherheitskompass/

Die Umfrageergebnisse und weitere Informationen zum Digitalbarometer hier:
https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2019/Digitalbarometer_090919.html

(Teaser: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)